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Fritzie & Frieda – zwei Pferde von Heike und was Physiotherapie optimieren kann

In den letzten Wochen durfte Marie zwei Pferde von Heike behandeln: Die hübschen Warmblut-Stuten Fritzie und Frieda. Zwei unterschiedliche Ausgangslagen – und doch ein gemeinsamer Nenner: mehr Bewegungsqualität, besseres Körpergefühl und Körper, die noch besser loslassen können.

Fritzie – Dressurpferd mit Stresspunkten im Sattelbereich

Fritzie ist ein 10-jähriges Dressurpferd, das im Alltag zuverlässig arbeitet. Und genau da wird es spannend: Auch fitte Pferde können kompensieren – und kleinste Einschränkungen fallen oft erst auf, wenn man gezielt testet.

 

Was war los?

Bei der Untersuchung zeigten sich u. a. Spannungen im Schulter-/Halsbereich. Zusätzlich fand Marie einen deutlichen Stresspunkt am Trapezmuskel in Widerristhöhe sowie im Bereich der Sattellage. Als zertifizierte Sattelergonomin hatte Heike eine Engstelle am Sattel bereits erkannt und behoben – der Körper hielt die Spannung an dieser Stelle aber weiter. 

 

Fritzies Behandlung bei Marie

Der Plan war klar: Spannungen lösen, Bewegungsqualität verbessern und die Rechts-Links-Balance wieder gleichmäßiger herstellen. Marie setzte auf:

  • Manuelle Techniken & Massage, um Muskulatur und Faszien zu lösen

  • Sanfte Mobilisation (v. a. Hals-/Rückenbereich)

  • Dry Needling am Trapez (Widerristhöhe) und der Sattellage – punktuell, individuell gesetzt

 

Am Tag der Behandlung war Fritzie müde, da der Körper nacharbeitet. Bereits 1 Tag später zeigte sie sich deutlich lockerer. 2 Tage später wurde sie wieder geritten – und das Feedback war einfach schön: rechte Seite super locker, insgesamt ausgeglichener, stabiler im Galopp, leichter zu sitzen.

 

So geht es weiter

Fritzie kommt inzwischen in regelmäßigen Abständen zur Behandlung – zur Optimierung, zum Lösen von Stresspunkten und um selbst kleinste Verspannungen gar nicht erst zu einem Problem werden zu lassen.

Frieda – Seniorpferd mit Stoffwechselthematik & instabiler Statik

Frieda ist 16 Jahre jung und bringt eine Stoffwechsel-/Muskelthematik mit: Bei Stress kann es zu Entzündungsreaktionen kommen, die sich so zeigen, dass Muskulatur abbaut. Heike unterstützt sie seit 6 Monaten u. a. mit hochdosiertem Vitamin E – und seitdem gab es keine Schübe mehr.

Friedas Themen im Alltag

Bei Frieda lag der Fokus weniger auf Leistungssteigerung – sondern auf Alltagssicherheit, Stabilität und Koordination. In der Einschätzung zeigte sich u. a.:

  • Lastverlagerung nach vorne, vorne wirkt sie etwas rückständig

  • Balance halten fällt schwer

  • kann nicht lange auf drei Beinen stehen

  • Durchtrittigkeit hinten und Gallenbildung im Bereich der Fesseln

  • muskuläre Festigkeiten (u. a. Schultergürtel/Trapez), verdichtetes Gewebe am Widerrist

 

Friedas Behandlung bei Marie

Der Plan war: sanft stabilisieren, Körpergefühl verbessern, Bewegungsqualität erleichtern – ohne Überforderung. Marie arbeitete mit:

  • sanfter Mobilisation (u. a. Wirbelsäule/Hals), sehr dosiert

  • Massage und Lösung festgehaltener Strukturen im Schultergürtel

  • Techniken, die Frieda sichtbar gut tat, mit viel Ruhe & Pausen

  • Unterstützung der Vorderhand- und Schultergürtelmuskulatur, weil Frieda tendeziell Last nach vorne trägt

 

So läuft Frieda heute

Schon nach der ersten Behandlung traten Verbesserungen in der Muskulatur ein – sogar der Hufschmied merkte dies. Besonders wertvoll: Frieda hat wieder mehr Körpergefühl und kann sich beim Hufegeben besser koordinieren. Sie kommt inzwischen regelmäßig zur Behandlung, um ihre Beschwerden zu erleichtern und Stabilität zu fördern.

Heike hat von ihrem zweiten Termin für Frieda ein Reel erstellt: Heikes Reel und Kommentar bei Instagram ansehen

Was würde passieren ohne Physiotherapie?

Wenn Stresspunkte, Verspannungen und Ausweichmuster dauerhaft bleiben, verstärken sich häufig Kompensationen: Bewegungen werden mühsamer, Biegungen schwieriger, die Last verschiebt sich zunehmend auf die Vorhand, Schulter- und Halsstrukturen werden fester. 

Das wirkt sich im Alltag oft zuerst bei „kleinen“ Dingen aus – Schwierigkeiten beim Hufe geben, Balancestörungen, härtere Übergänge, ein instabiler Galopp oder einfach ein Pferd, das sich weniger gern unter dem Reiter bewegt.

Ausblick

Beide Pferde kommen inzwischen regelmäßig zur Behandlung, obwohl es für sie ziemlich gut läuft. Die Physiotherapie hilft ihnen aber dabei, die Bewegungsqualität zu erhalten, Stresspunkte früh zu lösen und langfristig noch gesünder zu arbeiten. Und so soll es auch bleiben!