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Die 3 häufigsten Gelenkerkrankungen

Häufig sind die Gelenke unserer Hunde von Krankheiten betroffen. Damit wirken sich diese Krankheiten unmittelbar auf den gesamten Bewegungsapparat aus. Leider werden Gelenk-Erkrankungen oft übersehen oder verharmlost. 

Hier die Top 3 der häufigsten Gelenk-Erkrankungen: Arthrose, Spondylose und HD.

Arthrose

    1. Die Arthrose ist eine schleichende Krankheit, die immer weiter voran schreitet. Leider kann sie alle Gelenke befallen und kann nicht geheilt werden. 
    2. Symptome: Lahmheit, Bewegungseinschränkungen, schmerzende Gelenke. Nach einer gewissen Zeit des „Warmlaufens“ werden die Bewegungen wieder flüssiger.
    3. Das Voranschreiten der Krankheit kann durch gezieltes Training und Massage verlangsamt werden und Schmerzen verringert.
 
Mehr zu Arthrose, den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es in diesem Blog-Beitrag.
Die Verdickung an der Pfote weist auf Arthrose hin

Spondylose

    1. Spondylose bezeichnet Verwachsungen an der Unterseite der Wirbelsäule. Demzufolge tritt Spondylose in der Hals-, Brust oder Lendenwirbelsäule auf.
      Was vorher beweglich war, verknöchert mit der Zeit.
    2. Symptome: Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Rückenschmerzen und Lähmungen einzelner oder mehrerer Gliedmaßen.
    3. Auch die Spondylose kann nicht geheilt werden. Wird die Krankheit früh erkannt, kann gezieltes Training die Wirbelsäule möglichst lang beweglich gehalten und Schmerzen reduziert werden. 
Der Pfeil deutet auf eine Schnabelbildung - das ist Spondylose. Die Wirbelkörper rechts daneben zeigen keine Auffälligkeiten.

Hüftdysplasie (HD)

    1. Die HD ist wohl eine der bekanntesten und meist verbreiteten Krankheiten bei unseren Hunden. Sie ist fast immer auf einen genetischen Defekt zurück zu führen und wird von den Elterntieren vererbt.
      Die Knochen des Hüftgelenks sind nicht richtig ausgeprägt was zu Instabilität und Verlust der Beweglichkeit führt. 
    2. Symptome: Bewegungsunlust, Probleme beim Aufstehen in den Hinterbeinen, Schmerzen. 
    3. Die Therapie der HD richtet sich nach ihrer Ausprägung. Wird sie früh erkannt, kann eine konservative Therapie ausreichen und es wird keine Operation benötigt. Bei schwereren Fällen kann eine chirurgische Behandlung durchgeführt werden. Aber auch nach einer OP sollte das entsprechende (Aufbau-) Training nicht vernachlässigt werden. 

Mehr zu HD, den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten gibt es hier zu lesen.

Beide Hüftgelenke haben ausgeprägte HD. Die Hüftgelenkpfannen sind nicht richtig ausgebildet. Die Oberschenkelknochen "rutschen" aus der Pfanne heraus.

Fazit

Das wichtigste bei allen Krankheiten an denen dein Hund leiden kann, ist die Früherkennung. Nur wenn du deinen Hund regelmäßig beobachtest und Unklarheiten im Gangbild erkennst, können Krankheiten früh erkannt und bestmöglich behandelt werden.

So werden Schmerzen möglichst verhindert und ein Verschlimmern der Symptome und Einschränkungen klein gehalten. 

Regelmäßige Check-ups beim Tierarzt oder Tierphysio hilft deinem Hund dabei, möglichst lange ein schmerzfreies und bewegungsvolles Leben zu führen.

Gruss Tobias 

Die Tierphysio