Logo Die Tierphysio

Kreuzbandriss beim Hund

Der Kreuzbandriss ist eine der 5 häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparats unserer Hunde. Leider wird er oft zu spät erkannt. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit von problematischen Spätfolgen wie z.B. Arthrose.

 

In diesem Beitrag erkläre ich:

  • Was ein Kreuzbandriss ist
  • Warum er oft erst spät erkannt wird und
  • Wie du deinen Hund vor einem Kreuzbandriss schützen kannst

Was ist ein Kreuzbandriss beim Hund?

In jedem Knie des Hundes befinden sich 2 Kreuzbänder, ein vorderes und ein hinteres. Die Bänder verlaufen über Kreuz, daher der Name „Kreuzbänder“.

 

Die Kreuzbänder verhindern, dass sich das Knie zu weit nach vorne oder hinten bewegt. Sie beschränken auch die seitliche Drehung des Knies. Damit sorgen die Kreuzbänder dafür, dass die Bewegung des Knies innerhalb eines sicheren Rahmens stattfinden kann. Die Kreuzbänder gehören daher zu den wichtigsten Stabilisatoren im Knie. 

 

Wenn ein Kreuzband anreisst oder durchreisst, ist die Stabilität des Knies beeinträchtigt.

Ursachen für einen Kreuzbandriss

Wodurch kann ein Kreuzband reißen? Am häufigsten sind folgende Ursachen: 

  • Unfälle mit plötzlichem Eindrehen des Knies
  • Überstreckung des Knies, z.B. wenn der Hund im Trab oder Galopp plötzlich in ein Loch tritt
  • Altersbedingt nimmt die Dehnbarkeit der Bänder ab. Werden die Bänder nicht aufgewärmten plötzlich stark belastet, macht sie das anfälliger für Verletzungen
  • Andere Krankheiten wie eine Patellaluxation können einen Kreuzbandriss begünstigen
  • Fehlende Aufwärmphase vor Sport, Fahrradfahren oder spielen mit anderen Hunden können einen Kreuzbandriss begünstigen. 

Woran erkenne ich einen Kreuzbandriss?

Zu den häufigsten Symptomen für einen Kreuzbandriss oder -anriss gehören: 

  • Plötzliche Lahmheit des betroffenen Beins
  • Im Stand wird die Pfote nicht vollständig belastet
  • Starke Schmerzen
  • Das Bein wird beim Gehen nicht belastet
  • Kniegelenk ist geschwollen
  • Hund will oder kann nicht mehr springen

Sollte dein Hund eins oder mehrere dieser Symptome zeigen, gibt ein Check beim Tierarzt Klarheit. Je nach Schwere des Problems stehen verschiedene Möglichkeiten der Behandlung offen. Sprich dazu am besten mit deinem Tierarzt und Physiotherapeuten für Hunde. 

Der Anriss und der Abriss

Die Kreuzbänder müssen jedoch nicht zwangsläufig komplett durchreißen. Sie können auch nur anreißen.

 

Beim Anriss treten die Symptome meist geschwächt auf. Mit der Zeit, meist innerhalb von 1-2 Wochen, werden die Symptome schwächer. In dieser Zeit heilt der Anriss, wenn er erkannt und der Hund geschont wird. Schmerzmittel und Physiotherapie können helfen, diesen Heilungsprozess zu beschleunigen. Im folgenden sollte man darauf achten, das Knie und seine umliegenden Strukturen durch Training zu stärken, damit es nicht wieder zu einem Anriss kommt.

Wird bei einem Anriss aber nicht langfristig gedacht und der Verletzung ausreichend Zeit zum Ausheilen gegeben, kommt es meist nach kurzer Zeit zu einem weiteren Anriss und später zu einem Komplettriss.

Fazit

Ob die Kreuzbänder angerissen sind, oder komplett abgerissen  – beides ist für deinen Hund schmerzhaft und sollte schnellstmöglich behandelt werdenDein Tierarzt und Tier-Physiotherapeut können deinem Hund weiterhelfen.

 

Gruss, Dein Tobias 

Die Tierphysio

Schmerz linderung durch Massage

Verschaffe Deinem Hund mehr Lebensqualität

Im Onlinekurs Hundemassage lernst du, wie du mit Massage gezielt und fachgerecht die Schmerzen deines Hundes linderst. Jetzt unverbindlich auf die Warteliste setzen lassen und informiert werden, wenn der Kurs startet!

Photo by Ilona Frey on Unsplash